Gegen Abschiebungen, Rassismus, Faschismus und Krieg, Bleiberecht und gleiche Rechte für Alle

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Nachfahren nehmen koloniales Raubgut in Empfang
Deutsche Museen geben Schädel und Skelette an Vertreter des US-Bundesstaates Hawaii zurück ND 11.Febr. 22


Deutsche Kolonialverbrechen

Rufe nach Mitsprache

Ovaherero und Nama fordern neue Verhandlungen über Wiedergutmachungen sowie Reparationen an Nachfahren der Opfer. Geplantes Abkommen »Reinfall« jW 27.Jan 22

 


"Wir zeigen, daß wir da und wach sind!" - 'Genozid' und 'Reparation' wird nicht ausgesprochen

Nach sechs Jahren intransparenter Verhandlungen zwischen den Regierungen Deutschlands und Namibias haben diese den Parlamenten im Mai 2021 ein Abkommen bzgl. des Genozids an den Ovaherero und Nama 1904-1908 zur Abstimmung vorgelegt. In dieser Regierungsabmachung wird der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts zwar als solcher benannt, im völkerrechtlichen Sinne aber ausdrücklich nicht als Genozid anerkannt. Entsprechend sind auch keine Reparationszahlungen vorgesehen: stattdessen bietet Deutschland eine offizielle Entschuldigung sowie eine Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit um jährlich knapp 37 Millionen Euro für die kommenden 30 Jahre an.

Wir sprachen darüber mit Israel Kaunatjike, Hereroaktivist in Berlin und Mitglied des Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ 23.Nov 2021

 


Geschichte bleibt unter Verschluss ND 10.Nov 21

Zwar ist es gut, geraubte Kunstgegenstände zurückzugeben, meint Sheila Mysorekar. Das aber hat vor allem symbolischen Wert.

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Bei aller Freude über die Rückgabe von Raubkunst sollte nicht vergessen werden, was die ehemaligen Kolonialmächte auf keinen Fall zurückgeben wollen: die Archive über jene Zeit. Also alle schriftlichen Beweise, welche die Gräueltaten der Kolonialzeit offenlegen würden. Vieles weiß man, aber noch viel mehr bleibt zu erforschen. Nur: Das geht leider nicht. ...


Antrag der Li.Par.Tie: REM: Offenlegung und Rückgabe von Benin-Kunstschätzen

KUnstschätze aus Benin/Nigeria in den REiss-Engelhorn-Museen

von MA Kolonialgeschichte


Berliner Herero-Aktivist zur Einigung mit Namibia: „Heiko Maas hat keine Ahnung“

Israel Kaunatjike kämpft schon lange für die Anerkennung des Genozids an Herero und Nama durch Deutsche. Doch die Einigung mit Namibia nennt er einen Skandal.


Ab 2022 sollen deutsche Museen geraubte Benin-Bronzen an Nigeria zurückgeben - Ein längst überfälliger Schritt


„Jedes Stück in ethnologischen Museen steht unter Verdacht“ 
Von den Gräueltaten, die deutsche Kolonialbesatzer und Militärs neben Afrika auch in der Südsee verübt haben, profitieren bis heute deutsche Museen wie das Berliner Humboldtforum.



Europas Museen haben sich bis heute nicht von dem Schlag erholt, den ihnen die französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und ihr senegalesischer Kollege Felwine Sarr mit ihrem Aktionsplan zur Dekolonialisierung versetzt haben. Jetzt legt Savoy noch einmal nach. In ihrer faktenreichen Studie "Afrikas Kampf um seine Kunst" (bestellen) rekonstruiert sie - sachlich und unpolemisch, wie alle Rezensenten versichern - die vergeblichen Bemühungen afrikanischer Staaten wie Nigeria und Kongo, geraubte Kunst zurückzuerhalten. In der SZ erkennt Till Briegleb, dass der Kampf um Rückgabe nicht erst seit wenigen Jahren von einigen Aktivisten geführt wird, sondern seit Jahrzehnten. In der FAZ weiß Andreas Kilb nicht, worüber er mehr bestürzt sein soll: Die Erfolglosigkeit eines legitimen Ansinnens oder die Arroganz, mit der es auch von deutschen Museumsdirektoren verächtlich gemacht wurde. Sie verschleppten die Verhandlungen, machten den afrikanischen Kunstverstand verächtlich oder verweigerten Inventarlisten, um keine Begehrlichkeiten zu wecken. Positiv besprochen wurde das Buch auch in Standard, Berliner Zeitung oder dem SWR. Und apropos: Empfehlen kann der DlfKultur auch Andreas Eckerts komprimierte "Geschichte der Sklaverei" (bestellen), die nicht unbedingt anschaulich, aber informativ Politik, Ökonomie und Ideologie des Menschenhandels darstellt.


Zahlte man für den Genozid in »Deutsch-Südwest«, müsste man dann nicht auch für Vernichtungsaktionen in »Deutsch-Südost« Befreiungskrieg der Maji-Maji niedergeschlagen (mindestens 700 Tausend Ermordete. Kriegstatik der verbrannten Erde), für den Vernichtungskrieg in Ost- und Südosteuropa ab 1939, für Massaker in Italien (Marzabotto,Civitella)und in Griechenland (Distomo und dutzend weitere, plusminus 1 Million Hungertode), Türkei (Völkermord Armenien wegen Ölfelder Baku und Bagdadbahn zum Abtransport) Sowjetunion (Hungerblockade in Leningrad) vielleicht auch für bundesdeutsche Kriegsverbrechen etwa in Jugoslawien(von Kragujevac, Jasenovac bis Südserbien), in Afghanistan (Kundus), China (Boxeraufstand) und Südostasien und auf künftigen Kriegsschauplätzen (mit bewaffneten Drohnen) finanziell einstehen? Eben. ...