Gegen Abschiebungen, Rassismus, Faschismus und Krieg, Bleiberecht und gleiche Rechte für Alle


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Vorschläge des AK Kolonialgeschichte zur Umbenennung von Rheinauer Straßen

Podiumsdiskussion:
Vom Umgang von Stadt und Museen mit dem kolonialen Erbe Podiumsdiskussion in den Reiss-Engelhorn-Museen
Am Dienstag, den 4. Oktober 2022 laden die Reiss-Engelhorn-Museen und der Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim um 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ein.


MA Kolonialgeschichte
2022 Aug 19
Online-Workshops der Black Academy im September
Was ist Rassismus, was ist Sexismus, was ist Ableismus? Von was bin ich selbst betroffen? Wie kann ich verantwortungsvoller und solidarischer mit Betroffenen umgehen? Die Black Academy bietet drei Workshops online auf Deutsch mit englischer Übersetzung und in Gebärdensprache an:
Workshop 1:
Solidarität mit Menschen, die Opfer von Rassismus sind - Do. 1. September 2022, 18:00-20:30 Uhr
Workshop 2:
Solidarität mit Menschen, die Sexismus erleben - Mi. 14. September 2022, 18:00-20:30 Uhr
Workshop 3:
Solidarität mit Menschen, die Ableismus erfahren - Do, 6. Oktober 2022, 18:00-20:30 Uhr

Wenn Sie an einer Veranstaltung teilnehmen möchten,
senden Sie bitte eine E-Mail an: info@soziale-verteidigung.de
Flyer mit allen Informationen




»Mit der eigenen Stimme sprechen«

Nicole Amoussou hat die Schwarze Akademie gegründet. Damit will sie Wissen zugänglich machen,das bisher verdeckt war. ND


MA Kolonialgeschichte
Aug 11
Was für eine stürmische Entwicklung!
Am 6. Juni 2020 demonstrierten über 4000 Menschen vor dem Schloss gegen Rassismus unter dem Motto „Black lives matter“.
Zwei Jahre später:
Am 15. Juli eröffnet Projektleiterin Nicole Amoussou die „Schwarze Akademie“ im Gartensaal des Schlosses mit einer ergreifenden Rede, in der sie die Hoffnung äußert, in Würde zu leben. Darum   geht es bei Ihrem Engagement für die Black Academy: „ Der Kolonialismus hat unsere Würde in Frage gestellt.“ Sie weist auf die Kontinuität der kolonialen Strukturen hin, wenn heute Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken oder in der Sahara verdursten. Frau Amoussou zeigt sich zuversichtlich, dass der Ruf nach Dekolonisierung nicht mehr zu überhören sein wird und die Black Academy dazu beiträgt, die Themen Dekolonisierung, Diskriminierung, Afrofeminismus, Rassismus, sowie koloniale Erinnerungskultur in der Gesellschaft zu positionieren.
per Videoübertragung nehmen Menschen aus verschiedenen Ländern Afrikas an der Veranstaltung teil.


Black Academy
The Black Academy is a project of MeineWelt in collaboration with PLACE e.V. and PLACE for Africa with the aim of making visible the knowledge and skills of Afro-descendants. The Black Academy’s goal is to create a platform to further train Afros, popularize their expertise ...


The Black Academy  strives to help students develop financial literacy, demonstrate a healthy lifestyle, and become mentally prepared for the rigors of the world.
The Black Academy  works to eradicate poverty through education solutions for families. Partnering with educators, literacy advocates, and policymakers, The Black Academy  develops and provides programming, professional development, and resources that empower and raise families to achieve their potential. ...


Debatte über Rückgabe der Benin-Bronzen – Nichts dazu gelernt?
06/08/2022 MA Kolonialgeschichte
Einzelne Stadträte im Kulturausschuss des Gemeinderats haben offenbar auch ein Jahr nach der ersten Debatte über die Benin-Bronzen nichts dazu gelernt. Diese Äußerung blieb unwidersprochen:


Wie weiter mit den Benin-Bronzen in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen?


... Wir halten eine weitere Verzögerung der Rückgabe für unzeitgemäß, rechtlich nicht haltbar und moralisch unverfroren. Wir erwarten, dass die REM öffentlich Stellung nehmen und
die Tatsache anerkennen, dass die Gegenstände geraubt sind und daher zurückgegeben werden müssen. Das bedeutet auch die Anerkennung des Verlustes, den die Menschen in Nigeria erlitten haben
die gemeinsame Erklärung Deutschland-Nigeria begrüßen und ihre Bereitschaft zu einer zeitnahen Rückgabe erklären, wie z.B. das Stuttgarter Lindenmuseum tut. (siehe Interview mit dem SWR und Homepage des Lindenmuseums.
sukzessive alle Gegenstände aus anderen Kulturen mit Bild veröffentlichen, auch auf der eigenen Internetseite des Museums. Vorbilder sind die Museen Köln und Stuttgart. ...


Geschichte – Straßennamen drücken es aus!
MA Kolonialgeschichte
5.Juli 22
Mit Straßennahmen ebenso wie mit Denkmälern, Museen und kulturellen Aktivitäten drückt eine Stadt ihre Identität aus: Wer sind wir, wer gehört dazu, welche Geschichte haben wir?


Mannheim ist eine bunte vielfältige Stadt, die Rassismus in allen Formen entgegentritt. Im Leitbild der Stadt wird die solidarische, vielfältige Stadtgesellschaft ebenso betont wie das Engagement für Gleichstellung und globale Gerechtigkeit. Diese Identität der Stadt Mannheim wird in den aktuellen Straßennamen kaum wiedergespiegelt. Zwar finden sich durchaus Namen von Eingewanderten aus den ersten Jahrhunderten nach der Stadtgründung wie Clignet oder Collini, die jüngere Migrationsgeschichte ist jedoch nicht zu finden. Auch sind kaum Straßen und Plätze nach Frauen benannt.

Deutschland und Mannheim haben in der Geschichte Zeiten durchlaufen, die von rassistischer Menschenfeindlichkeit und Gewalt geprägt waren. Das gilt für die Jahre der faschistischen Diktatur, als Deutschland andere Länder überfiel und Deutsche anderer Abstammung, Religion oder Weltanschauung vernichtete. Das gilt auch für die Zeit des Kaiserreichs von 1871 bis 1918. Damals besetzten deutsche Truppen gewaltsam Regionen in Afrika, im Südpazifik und in China, etablierten grausame Herrschaftssysteme und begingen Massaker. Das damalige Leitbild war: Wir sind so großartig, dass wir jedes Recht haben, Menschen, die sich von uns unterscheiden, zu unterjochen, zu quälen und zu töten. Das deutsche Kaiserreich begann den ersten Weltkrieg.


Mannheim ist mit seinem heutigen Leitbild nur glaubwürdig, wenn es sich auch seiner Geschichte stellt. Ein Zusammenleben in Vielfalt setzt eine Abgrenzung von der damaligen Tätern ebenso wie die aktive Auseinandersetzung mit heute noch verbreiteten rassistischen Menschenbildern voraus. Ein Engagement für globale Gerechtigkeit bedeutet die Aufnahme von Geflüchteten ebenso wie die Rückgabe von Kulturgütern aus den Reiss-Engelhorn-Museen an die Nachfahren der Gesellschaften, denen sie geraubt wurden.


Neue Straßennamen leisten einen Beitrag zum Leitbild unserer Stadt, wenn die Straßen nach Vorbildern für die heutigen Werte benannt werden. Es sollten Personen geehrt werden, die sich gegen Kolonialherrschaft und Rassismus, für globale und Geschlechtergerechtigkeit, für ein respektvolles Zusammenleben und für Nachhaltigkeit im Umgang mit der Welt eingesetzt haben. Ergänzende Schilder können den Kontrast zur Vergangenheit deutlich machen, indem sie auf den früheren Straßennamen hinweisen und die Gründe für die Umbenennung erläutern.



Kolonialismus-Flucht-Migration
MA Kolonialgeschichte


20.06.22 18 Uhr Vortrag Dr. Boniface Mabanza Bambu
Weltweit sind immer mehr Menschen zur Migration gezwungen. Dabei spielen Klimaveränderungen eine Rolle, aber auch asymmetrische Handelsstrukturen und die Stabilisierung autokratischer Regime durch mächtige Industriestaaten. Die reichen Länder des globalen Nordens erhalten koloniale Strukturen bis heute aufrecht. Afrikanische Länder werden unter Druck gesetzt, ihre Rohstoffe zu niedrigsten Preisen zu exportieren, anstatt sie selbst weiter zu verarbeiten. Sogenannte Entwicklungshilfe gleicht den Abfluss an Werten bei weitem nicht aus.
Der Vortrag befasst sich mit den Fluchtursachen, der Verantwortung und den Handlungsmöglichkeiten der Industriestaaten. Wie kann die Europäische Union dazu beitragen, dass Menschen in Afrika Perspektiven im eigenen Land finden? Wie kann sie die Wirtschaft und Demokratie afrikanischer Staaten stärken? Welche Möglichkeiten gibt es für einen menschengerechten Umgang mit Migration?
Dr. Boniface Mabanza Bambu ist Literaturwissenschaftler, Philosoph und Theologe.
Montag, 20.06.2022 um 18 Uhr
in der Justus-von-Liebig-Schule,
Neckarpromenade 42, Mannheim.
in Kooperation mit Save Me Mannheim und der Justus-von Liebig-Schule
Flyer zur Veranstaltung



Zu den Vorschlägen für neue Straßennamen in MA-Rheinau-Süd


Die erste Runde des Beteiligungsverfahrens ist abgeschlossen. Neben den von uns vorgeschlagenen wurden weitere Personen benannt, die zum "Taufbezirk Forschungsreisende und Personen des transkulturellen Austauschs" passen. Es wurde aber auch propagiert, den festgelegten Taufbezirk, d.h. thematisch einheitliche Kriterien für die Straßennamen des betreffenden Gebiets, aufzugeben. Seen- oder auch Blumenstraßen werden gewünscht. Sie versprechen, die Last unserer Geschichte aus dem betroffenen Stadtteil zu entfernen. Wir meinen: Beschönigung hilft nicht, denn die Geschichte lässt sich nicht ändern. Die ehemalige IG-Farben Siedlung entstand nun einmal während der NS-Diktatur, als Kolonialverbrecher verehrt wurden. Auch andere Quartiere Mannheims haben ihre historische Last zu tragen.

Was wir heute ändern können, ist unsere Haltung dazu. Bereits in einer Wohnadresse kann zum Ausdruck gebracht werden: Wir sind gegen Rassismus! Wir sind für weltweit respektvolle Beziehungen! Wir treten für die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, Religion oder ihres äußeren Erscheinungsbildes ein! Das ist sehr einfach möglich durch eine Straßenbenennung nach Personen, die sich rassistischer Herrschaft widersetzt und für eine menschliche Zukunft in Freiheit, Gleichheit und im Einklang mit der Natur eingesetzt haben.
Unterstützt unseren Aufruf: "Neue Straßennamen als Signal gegen Rassismus und für Vielfalt"!



Dr. Maria Alexopoulou: Deutschland und die Migration – Geschichte einer Einwanderungsgesellschaft wider Willen @ Mannheim Abendakademie Saal EG
3. Mai  um 19:00
Dr. Maria Alexopoulous historische Untersuchung des deutschen Umgangs mit Einwanderung hat seit ihrem Erscheinen 2020 Diskussionen ausgelöst. Die Autorin veranschaulicht mit vielen Belegen, dass in Deutschland durchgängig seit dem Kaiserreich eine auf Abstammung bezogene Vorstellung von einer deutschen Volksgemeinschaft gepflegt wurde. Obwohl Deutschland im 20. Jahrhundert weltweit nach den USA das Land mit der zweitstärksten Arbeitsmigration war, zieht sich durch die deutsche Geschichte bis heute ein roter Faden der Ablehnung, Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen, die als „fremd“ markiert werden, obwohl sie in Deutschland arbeiten und leben. Untersucht wird insbesondere die Mannheimer Geschichte.
Die Lesung wird veranstaltet vom Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim in Zusammenarbeit mit Save-me Mannheim, dem Arbeitskreis Struktureller Rassismus Mannheim, KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V. und der Mannheimer Abendakademie.
Anmeldung  bei der Abendakademie, Tel. 0621 10760 unter Kurs Nr. 104001 oder online: https://www.abendakademie-mannheim.de/suchfunktion-kurse/kurs/Lesung-Deutschland-und-die-Migration/A104001#inhalt


Vorschläge für neue Straßennamen in MA-Rheinau-Süd
von MA Kolonialgeschichte
Vom 30.April bis 15. Mai 2022 können alle Mannheimer*innen Vorschläge für die Neubenennung der vier Straßen in Mannheim-Rheinau-Süd einreichen. Online unter www.mannheim-gemeinsam-gestalten.de/dialoge/strassennamen-rheinau-sued oder postalisch an Stadt Mannheim, Fachbereich Geoinformation und Stadtplanung, Glücksteinallee 11, 68163 Mannheim.
Wir schlagen folgende Personen vor: May Ayim, Jacobus Morenga, Anna Mungunda, Rudolf Manga Bell, Miriam Makeba, Theodor Wonja Michael, Wangari Muta Maathai


Langwieriger Prozeß der Umbennenung von Straßen, die immer noch nach deutschen Kolonialverbrechern benannt und Rückgabe von Kunstschätzen

Interview von Anette Lennartz mit Hildegard Klenk und Margarete Würstlin vom AK Kolonialgeschichte MA nochmal gesendet in der Sendung Sonar am 11.April
anläßlich der Pressemitteilung der Stadt Mannheim vom 11.April 2022:
Stadt Mannheim Bauen & Wohnen - 11.04.2022
"Straßenumbenennung Rheinau-Süd beginnt




Freiheit für Alle, nie wieder Sklaverei! Die Revolution in Haiti.
06/04/2022 MA Kolonialgeschichte
Neuauflage des großen Werks von C.L.R. James: „Die schwarzen Jakobiner“


TERMINE
Sa. 26.03.22 9:00 - 14:30 Uhr online-Workshop "Mein Engagement gegen Rassismus", Black Academy
Mi. 06.04. 10:30 - 12 Uhr Sanctclara "Feinkost aus Übersee" Vortrag von Barbara Ritter
Di. 12.04.22 19 Uhr online Buchvorstellung Noah Sow, Deutschland Schwarz Weiß mit Heidrun Kämper
Di. 03.05.22 19 Uhr Abendakademie Lesung Maria Alexopoulou: Deutschland und die Migration
Mi.18.05.22 18 Uhr MARCHIVUM "Mannheim und der Kolonialismus" Buchvorstellung und Diskussion
Sa. 25.06.22 14 - 17 Uhr Schillerplatz Postkolonialer Stadtrundgang mit Sefa Yeter


Die verstörende Überheblichkeit der Ignoranz
von MA Kolonialgeschichte
So lautet der Titel des ersten Teils aus dem vierteiligen Filmessay von Raoul Peck "Rottet die Bestien aus", das bis zum 31.05.2022 in der ARTE Mediathek verfügbar ist. Aufbauend auf einem Buch des schwedischen Autors Sven Lindqvist beleuchtet Peck die Gewaltgeschichte des Kolonialismus in einer Collage aus Fotos, historischen Filmaufnahmen, nachgestellten Szenen, Animationen und Zitaten. Ein Zitat aus der Filmbeschreibung von ARTE: "Ausgehend vom Unrecht der Kolonialmächte entlarvt er die bis heute zutiefst in uns verankerte Ideologie der weißen Vorherrschaft. Von der Ausrottung der amerikanischen Urbevölkerung über den Sklavenhandel bis zum Holocaust". Sehenswert!
MA Kolonialgeschichte | 13/03/2022 | Kategorien: Allgemein |
URL: https://wp.me/pcKl6J-YM


Black History Month: Auch sie sind deutsche Geschichte
Schwarze Menschen werden in der Geschichtsschreibung Deutschlands oft vergessen. Wir stellen euch sieben Persönlichkeiten vor, die ihr kennen solltet.
Von Meret Weber und Elif Küçük

zeit online ze.tt 12. Februar 2022


ÖL AUF WASSER
von MA Kolonialgeschichte
Ein lesenswerter Politthriller, der zur Beschäftigung mit der Umweltzerstörung im Nigerdelta und der Rolle multinationaler Konzerne anregt.


ANGOLA JANGA * eine Geschichte von Freiheit
von MA Kolonialgeschichte
In der Graphic Novel ‚Angola Janga‘ zeichnet der afrobrasilianische Autor Marcelo D’Salete die Geschichte des  Sklaven Soares, dem es gelingt, dem brutalen Zwangssystem der Zuckerohrplantage zu entkommen. Er flieht in die Wälder im Norden Brasiliens. Hier lebten von Ende des 16. Jahrhunderts bis 1695 mehr als 20.000 Menschen, vor Verfolgung geschützt im undurchdringlichen Dschungel. Die Siedlungen  waren überwiegend  von  Afrikaner*innen gegründet worden, die von den umliegenden Zuckerrohrplantagen der Sklaverei  entkommen waren.
Marcelo D’Salete, Angola Janga
Bahoe Books, 432 Seiten | € 29,00
ISBN 978-3-903022-97-3
Mehr erfahren

Buchbesprechung


Videoaufnahme Der versteckte Rassismus - Afrika im Schulbuch


Audioaufnahme

Online – Vortrag Dr. Elina Marmer (Hamburg) Dienstag, 8. 2. 2022 19 Uhr

von MA Kolonialgeschichte

Die Darstellung von ‚Afrika’ in deutschen Schulbüchern ist von negativen Bildern geprägt. Meist sucht man vergeblich nach der vorkolonialen Geschichte afrikanischer Gesellschaften oder nach Themen wie Kultur, Bildung oder Errungenschaften im afrikanischen Kontext. Schwarzsein wird im direkten Gegensatz zu Weißsein als hilflos, passiv, unwissend und „exotisch“ konstruiert und auf diese Weise abgewertet und entmenschlicht. Weiß und westlich gilt als unsichtbare Norm und unhinterfragtes Vorbild. Subtil und somit „versteckt“ werden koloniale Perspektiven in Lehrwerken manifestiert, rassistisches Wissen bei Lehrenden und Lernenden und Rassismus gegenüber Schwarzen Schüler:innen im Klassenraum produziert. Im Vortrag werden am Beispiel der Afrika-Darstellung Kontinuitäten aufgezeigt, um für die Reproduktionen rassistischen Wissens in Bildungsmedien und ihre Wirkung zu sensibilisieren.

Zoom-Meeting beitreten

Dr. Elina Marmer befasst sich an der Universität Hamburg u.a. mit Afrikabildern in Schulbüchern und ist Mitherausgeberin eines Leitfadens zur rassismuskritischen Bildungsarbeit. Gemeinsam mit Papa Sow hat sie bei Beltz Juventa 2015 das Buch: Wie Rassismus aus Schulbüchern spricht herausgegeben

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der GEW Kreis Mannheim

Flyer

MA Kolonialgeschichte | 27/01/2022 um 12:34 | Kategorien: Allgemein | URL: https://wp.me/pcKl6J-Uj

 


Buchvorstellung „Schwarzes Europa“ Dienstag, 25. Januar 2022 ab 19 Uhr online


Audio der Veranstaltung


Yilmaz Holtz-Erşahin, der Leiter der Stadtbibliothek Mannheim, stellt das Buch „Schwarzes Europa“ vor. In dem Band portraitieren junge Afrodeutsche auf der Suche nach ihrer Identität bekannte afroeuropäische Persönlichkeiten aus zwei Jahrhunderten und 13 europäischen Ländern. Die Beiträge befassen sich auch mit der Migrationsgeschichte der Afroeuropäer*innen.

Zoom-Meeting beitreten:

https://us02web.zoom.us/j/87678693572?pwd=dkxkQXhNTHJvaE1aOUV1bjQ3a2pRZz09


Mannheimer Kulturausschuss: Wie wär‘s mit einem klaren Ja zur Restitution von Kulturgütern aus ehemaligen Kolonien? ...

... Ging es denn rechtmäßig zu, beim ‚Erwerb‘ von Kulturgütern in der Kolonialzeit? ...


Kostbarkeiten aus Kolonien in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen

von MA Kolonialgeschichte

URL: https://wp.me/pcKl6J-SQ

Die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen verfügen in ihrem Museum der Weltkulturen über ca. 40.000 Objekte aus allen Teilen der Welt. Der größte Teil davon lagert in Depots und ist der Mannheimer Stadtgesellschaft völlig unbekannt. Bei den Objekten handelt es sich um Kunstschätze, Alltagsgegenstände, rituelle Gegenstände, Waffen sowie Schädel und Gebeine. Es ist davon auszugehen, dass der größte Teil davon aus kolonialen Kontexten stammt und ein beträchtlicher Teil aus den deutschen Kolonien (1884 - 1919) nach Deutschland geschafft wurde.

Lange Zeit haben sich weder das Museum noch die Stadt Mannheim mit den kolonialen Kostbarkeiten befasst. Erst in jüngerer Zeit ist es in das öffentliche Bewusstsein eingedrungen, dass die Thematik nicht weiter verdrängt werden kann. Zunächst steht die Rückgabe der geraubten Hofkunstwerke des Königreichs Benin an Nigeria im Mittelpunkt. Im April 2021 erklärte die deutsche Bundesregierung ihre Bereitschaft zur Herstellung umfassender Transparenz, zu Gesprächen mit Nigeria und zur Rückgabe. Die Koalitionspartner*innen der neuen Bundesregierung haben im Koalitionsvertrag die Herausforderung bereits allgemeiner formuliert: “Wir unterstützen insbesondere die Rückgabe von Objekten aus kolonialem Kontext."

Einige deutsche Museen - große wie kleine - haben sich auf den Weg gemacht. Sie präsentieren Bilder ihrer Bestände, diskutieren öffentlich mit Vertreter*innen der Herkunftsgesellschaften, setzen sich kritisch mit ihrer Geschichte auseinander und beginnen mit der Rückgabe von Kulturgütern. Zu ihnen gehören das Museum Weltkulturen Frankfurt, das Museum Offenburg, das Lindenmuseum Stuttgart und das MARKK Hamburg. Das RJM Köln hat im Rahmen seiner Ausstellung „resist“ zum Thema Hofkunst aus Benin ein sehenswertes Interview mit der nigerianischen Künstlerin Peju Layiwola veröffentlicht.

Wir wünschen uns, dass die Reiss-Engelhorn-Museen diesen Beispielen folgen. Wir erwarten Veranstaltungen und Ausstellungen zu den unterschiedlichen Teilen der kolonialen „Sammlungen“, ein Zugehen auf Vertreter*innen der Herkunftsgesellschaften und eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Beitragsbild: Schlangenkopf aus Edo im Königreich Benin. Foto Dominik Drasdow, Linden-Museum Stuttgart

MA Kolonialgeschichte | 17/12/2021 | Kategorien: Allgemein | URL: https://wp.me/pcKl6J-SQ

 


Globales Nachdenken über eine gemeinsame Zukunft

von MA Kolonialgeschichte

Interview mit dem Historiker Prof. Jürgen Zimmerer

In einem Interview mit medico international spricht der Hamburger Historiker zur Frage der Reparationen, zur Rückgabe von Raubgut und zur Kontinuität der deutschen Geschichte. Deutsche Politiker*innen und Vertreter*innen von Museen agieren laut Zimmerer immer noch mit einem kolonialen Gestus und stellen sich selbst in der Rolle der Helfer und Retter dar. In der Geschichtsschreibung werde die NS-Herrschaft aus der Geschichte herausgelöst und ihre Verwurzelung in den Völkermorden der Kolonialherrschaft nicht gesehen. Heute führe kein Weg an einer Übernahme der Verantwortung vorbei. Statt Hilfsgeldern schlägt Zimmerer z.B. eine rückwirkende Leihgebühr für die geraubten Schätze vor.

Beitragsbild: Millicent Adjej, https://kolonialismus.blogs.uni-hamburg.de/was-bedeutet-hamburg-fuer-dich/



Wg Corona verschoben auf März 2022

Di 30.11.21 um 19 Uhr Dr. Maria Alexopoulou

von MA Kolonialgeschichte

Maria Alexopoulou erzählt die deutsche Geschichte aus der Perspektive derer, die längst dazu gehören und dennoch Ausgrenzung erfahren. Mit Beispielen aus Mannheim beschreibt sie, wie struktureller Rassismus sich durch Verwaltung und Politik gezogen hat und bis heute das Zusammenleben erschweren.

Deutschland hat sich lange dagegen gesträubt, ein Einwanderungsland zu sein, zum Teil tut es das bis heute. Dabei gab es Einwander*innen in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert – von den »Wanderarbeitern« aus Polen und Italien im Kaiserreich, über die »Gastarbeiter« in der alten Bundesrepublik bis zu den Schutzsuchenden aus aller Welt heute.

Im Saal der Mannheimer Abendakademie, U 1, 16

Anmeldung: Abendakademie unter Kurs-Nr. Y104014 Tel. 0621 1076-0

MA Kolonialgeschichte: https://wp.me/pcKl6J-Q5


Neuer Beitrag auf AK Kolonialgeschichte Mannheim

Theodor Bumiller, Mannheim und der deutsche Kolonialismus um 1900

von MA Kolonialgeschichte

Koloniale Verflechtungen Mannheims werden in einem neu erschienenen Sammelband entlang von Biografien untersucht. Insbesondere werden die Selbstinszenierungen der schillernden Gestalt Theodor Bumiller mit seinen biografischen Daten, seinen Tagebüchern von den Eroberungszügen in Ostafrika und den Aufzeichnungen seines Dieners Silimu bin Abakari kontrastiert. Daneben enthält das Buch Aufsätze über Thomas Adrian van Vorden und Theodor Seitz sowie über Völkerschauen in Mannheim. Das äußerst lesenswerte Buch von Bernhard Gißibl und Katharina Niederau (Hg.) kann im MARCHIVUM für 25 € gekauft werden.

MA Kolonialgeschichte | 26/11/2021 um 08:55 | Tags: Bücher, Mannheim | Kategorien: Allgemein |

URL: https://wp.me/pcKl6J-S4



Zu musealen Standards der „Dinge“

13/10/2021 MA Kolonialgeschichte Allgemein Kommentar hinterlassen

Stimmen aus dem Kulturausschuss zu den Benin-Bronzen in den Reiss-Engelhorn-Museen 8.7.2021

Kapitel 3

...

Wie sicher wurden denn die Kulturschätze in Mannheim aufbewahrt?

...



Die Diebe von Bagdad

von MA Kolonialgeschichte, 19.Okt 21



Afrika neu denken: Africa and Germany - anatomy of a complex relationship using the example of Namibia

Vortrag von Sima Luipert, represents Nama traditional leaders in Nama technical commitee, Windhok (online): Namibia-german relations from the perpective of the decendents of genoizid survivers * Konferenz mit Vorträgen - auch über Zoom - und parallelen workshops in den Wagenhallen Stuttgart Innerer Nordbahnhof am 16.Okt 21 von 10 bis 16 Uhr


Di 12.10. Der koloniale Rohstoff Jute

von MA Kolonialgeschichte

Sackfabriken und Jutekolonie - Vortrag im Saal der Abendakademie U 1

Jute wird nicht nur für Säcke verarbeitet, sie ist mengenmäßig nach der Baumwolle die wichtigste Naturfaser für die Auto- und Bauindustrie. 10 bis 12 Millionen Kleinbauern leben heute weltweit von ihrer Produktion und Weiterverarbeitung. Unter welchen postkolonialen Bedingungen? Vor 100 Jahren war in Mannheim die „Spinn“ – die „Süddeutsche Juteindustrie“ – ein Ort übelster Ausbeutung. Um 1900 wurde sie als Aktiengesellschaft u. a. durch den Kolonialunternehmer Ferdinand Scipio gründet.

Die über 1000 Beschäftigten waren meist Frauen und Mädchen, die in Italien, Österreich und Ungarn angeworben worden waren. Sie hausten auf engstem Raum im Wohnheim vor der sogenannten Jutekolonie in Sandhofen. Trotz schwieriger sprachlicher Verständigung organisierten diese Arbeiterinnen 1906 und 1921 Streiks für einen effektiven Zehnstundentag und höhere Löhne. Zehn Wochen war die Fabrik lahmgelegt.

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Rhein-Neckar-Industriekultur

Mannheimer Abendakademie

Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel

AK Kolonialgeschichte Mannheim

Bitte bei der Abendakademie Mannheim unter der Kursnummer Y101010 anmelden.

Der Vortrag wird auch live auf dem YouTube-Kanal der Abendakademie übertragen.

www.youtube.com/watch?v=PHQaVbh2vQg

MA Kolonialgeschichte | 29/09/2021



Neue Straßennamen in Mannheim - Info-Konzert

Am Montag, 11.10.2021 um 19:00 Uhr gibt es eine Info-Konzert in der Citykirche Konkordien, in der Nähe vom Marktplatz in Mannheim. Es geht darum, dass Straßen umbenannt werden im Mannheimer Stadtteil Rheinau Süd. Sie tragen die Namen von Männern, die im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, für Unterdrückung und Völkermord mit verantwortlich waren. Diese Namen müssen weg, meint der Arbeitskreis Kolonialgeschichte, der zur Veranstaltung einlädt. Dazu sind Songs , aus dem südlichen Afrika und speziell aus Namibia zu hören, präsentiert vom Afrikachor „Imbongi-Voices for Africa”. Annette Lennartz informiert.

 


Petition unterschreiben: KEINE bilateralen Genozidverhandlungen! Wir fordern weltweite Ovaherero&Nama Beteiligung!

 


Stimmen aus dem Kulturausschuss zu den Benin-Bronzen in den Reiss-Engelhorn-Museen 8.7.2021,

Kapitel II

Die Ernennung von Kunstschätzen, die aus kolonialen Raubzügen stammen, zu „Weltkulturerbe“ durch den Kulturausschuss ist ein eher unkonventioneller Vorgang. Bei der UNESCO sind sie bislang nicht gelistet. Und selbst wenn, dann würde dies die Rechte der Herkunftsorte stärken. Laut wikipedia soll der Schutz des Welterbes das besonders sensible kulturelle Gedächtnis, die gewachsene kulturelle Vielfalt und die wirtschaftliche Grundlage eines Staates, einer Kommune oder einer Region erhalten. Karl Habsburg- Lothringen, Präsident von Blue Shield International bei einem Einsatz im April 2019 im Libanon: "Kulturgüter sind ein Teil der Identität der Menschen, die an einem bestimmten Ort leben. Zerstört man ihre Kultur, so zerstört man damit auch ihre Identität.“


Benin/Nigeria

Die Einwohner des Königreiches Benin, das Volk der Edo nutzte keine Schriftsprache. Ab dem 16. Jahrhundert stellten Zünfte Bronzeskulpturen und -tafeln im Auftrag des königlichen Hof des Oba her. Es erzählte die Geschichte seiner mächtigen, Jahrhunderte alten Zivilisation kunstvoll auf Tafeln, die den Palast zierten. „Die Plünderung war, als wenn ein Buch in Stücke gerissen wurde.“

Kokunre Eghafona, s.u.


Herero/Namibia

Ich denke, die Ekori sollten nach Hause zurückkehren“ Cynthia Schmming, s.u.

Das ‚Ekori‘ ist ein Kopfschmuck, den Herereo- Frauen in der vorkolonialen Zeit im heutigen Namibia trugen. Es wurde kunstvoll aus Leder, Eisenperlen und Stickereien hergestellt, ebenso wie Halsketten, Arm- und Beinschmuck. Missionare verboten diese Art von Schmuck. Teil der Kolonialisierung war die Unterbindung vorheriger Lebensweisen und das Ausmerzen jeder kulturellen Identifikation. Der Völkermord an Ovaherereo und Nama führte schließlich dazu, dass das Wissen über diese handwerkliche Kunst nicht mehr weiter gegeben werden konnte. Cynthia Schimming, eine Modeschöpferin aus Namibia beschreibt, wie sie erst im ethnologischen Museum in Berlin Gelegenheit hatte, die Herstellung dieses Schmuckes zu studieren. Dort befinden sich vierzehn Ekori, in Namibia sind noch drei Exemplare.


Die Beispiele aus den beiden Ländern stehen für die einzigartige Bedeutung des kulturellen Erbes für die Menschen. Für sie sind die Kulturgüter, die u.a. in Mannheim in Depots lagern, essentiell. Schon 1978 mahnte der UNESCO-Generaldirektor Amadou Mahtar M‘Bow: "Die Frauen und Männer dieses Landes haben ein Recht darauf, Kunstschätze zurück zu erhalten, die ein Teil ihres Seins sind...Sie fordern, dass ihnen wenigstens die repräsentativsten Kunstschätze ihrer Kultur zurück gegeben werden, diejenigen, die für sie am wichtigsten sind und deren Abwesenheit für sie psychologisch am schwersten zu ertragen ist. Diese Forderung ist legitim.“

Weitere ehemalige Kolonialländer fordern seit Jahrzehnten ihr Eigentum zurück. Äthiopien, Ghana, Kamerun , Kongo, Madagaskar, Mali, Tansania und weitere Länder außerhalb Afrikas warten bislang vergeblich auf Restitution.

Margarete Würstlin, September 2021


Quellen

Die Beispiele aus den beiden Ländern stehen für die einzigartige Bedeutung des kulturellen Erbes für die Menschen. Für sie sind die Kulturgüter, die u.a. in Mannheim in Depots lagern, essentiell. Schon 1978 mahnte der UNESCO-Generaldirektor Amadou Mahtar M‘Bow: "Die Frauen und Männer dieses Landes haben ein Recht darauf, Kunstschätze zurück zu erhalten, die ein Teil ihres Seins sind...Sie fordern, dass ihnen wenigstens die repräsentativsten Kunstschätze ihrer Kultur zurück gegeben werden, diejenigen, die für sie am wichtigsten sind und deren Abwesenheit für sie psychologisch am schwersten zu ertragen ist. Diese Forderung ist legitim.“

Weitere ehemalige Kolonialländer fordern seit Jahrzehnten ihr Eigentum zurück. Äthiopien, Ghana, Kamerun , Kongo, Madagaskar, Mali, Tansania und weitere Länder außerhalb Afrikas warten bislang vergeblich auf Restitution.

 

 

 


"Das ist alles nur geklaut …. Entschuldigung, das hab ich mir erlaubt“ – Die Prinzen im Kulturausschuss?


Stimmen aus dem Kulturausschuss vom 8. Juli 2021 zu den Benin-Bronzen in den Reiss-Engelhorn-Museen. Kapitel 1


Deutsche Kolonie Togo

... Militärische Formationen wie die Schutztruppen wurden in Togo nicht stationiert. Zwischen 1895 und 1899 kam es zu mehreren kleineren Aufständen, die von Polizeieinheiten unterdrückt wurden. 1897/98 bestand die koloniale Polizeitruppe aus einem Kommandeur, drei Unteroffizieren und 150 Einheimischen, die bis 1913 auf 2 Offiziere, 6 Unteroffiziere und 550 afrikanische Polizisten erweitert wurde. [3] Zu dieser Zeit wurde auch ein größerer Aufstand der Dagomba unterdrückt und das Land unterworfen. In der Nähe der Stadt Yendi ist heute noch ein Massengrab gefallener Dagombakrieger zu sehen....


... Die Einheimischen waren hier zunächst ebenso weitgehend rechtlos wie in den anderen deutschen Kolonien und z. B. der Prügelstrafe ausgesetzt. Rund um Geo A. Schmidt, der in seiner Zeit als Bezirksleiter in Atakpame zwischen 1900 und 1904 zahlreiche Mädchen vergewaltigte und Dörfern verwüsten ließ, gab es etwa einen Kolonialskandal.[5 ...


Traces of German Colonialism in Togo

Die alte Landungsbrücke in Lomé ist ein ehemaliger Schiffsanleger aus der deutschen Kolonialzeit. Zwischen 1904 und 1914 erfolgte hierüber der Großteil des Schiffsverkehrs von und nach der deutschen Kolonie Togo.

Weitere Informationen zur Landungsbrücke und dem deutschen Kolonialismus findet ihr online, zB beim Goethe-Institut Lomé

Aber Deutschland ist nicht das einzige Land mit kolonialem Einfluss in Afrika:

Ab 1612 wurden im Senegal französische Handelsposten betrieben. 1677 wurde eine Kolonie gegründet. Ab 1840 wurde mit der Kolonialisierung von West- und Zentralafrika begonnen.

Heute kontrolliert Frankreich und Europa mit der Währungsunion „CFA-Franc-Zone“ und der Bindung des CFA-Franc an den Franc bzw. Euro die Länder Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Republik Kongo, Tschad, Zentralafrikanische Republik (Zentralafrikanische Währung XAF) sowie Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo (Westafrikanische Währung XOF) und andere Länder der Welt!

Dieses Währungssystem dient allein den ökonomischen und politischen Interessen Frankreichs bzw. Europas. Die Länder der CFA-Zone finanzieren die französische Wirtschaft, die feste Kopplung an den Euro verteuert Exporte der afrikanischen Länder und erleichtert Importe aus Frankreich/Europa. Sie gestattet außerdem afrikanischen Eliten, günstig in Europa einzukaufen.

Frankreich bzw. Europa sichert sich so einen riesigen Markt für seine Produkte, eine ununterbrochene Versorgung mit billigen Rohstoffen, die Repatriierung des Löwenanteils der lokalen Ersparnisse, konkurrenzlosen politischen Einfluss, kostenlose strategische Präsenz auf Militärbasen und die Gewissheit, dass es sich auf die diplomatische Unterstützung seiner afrikanischen Verbündeten verlassen kann. #korruption #nextlevel

Eine Entkolonialisierung der CFA-Staaten hat nie stattgefunden, willkommen im (Neo-)Kolonialismus.

Mehr Infos findet ihr im Netz, zB auf Arte oder der DW Deutsche Welle

#entkolonialisierung
#dekolonisation
#afrika

Blinder Fleck Kolonialgeschichte

06/08/2021 MA Kolonialgeschichte Allgemein Kommentar hinterlassen

In der Sendereihe Freiraum des Bermudafunk geht es am kommenden Wochenende unter dem Titel „Blinder Fleck“ um den Mannheimer Umgang mit der Kolonialgeschichte.  Vom Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim sind Hildegard Klenk und Margarete Würstlin im Studio des Bermudafunks. Annette Lennartz moderiert.

Teil 1 am Samstag den 7. August um 19 Uhr: Schwerpunkt: Diskussion um Straßennamen aus der Kolonialzeit in Mannheim Rheinau 

Teil 2 am Sonntag den 8. August um 16 Uhr: Schwerpunkt – Koloniale Raubgüter in den Reiß-Engelhorn Museen

Auf UKW HD 105,4 MHz, Ma 89,6 MHz

Kabel 107,45 MHz oder als Livestream und in der Mediathek


"Fein"kost aus Übersee - EDEKA und die Kolonialwarenhändler

youtube Kanal der Abendakademie Mannheim

https://www.youtube.com/watch?v=HsBTfgIIX78


Vortrag am 13.07.2021 Um 18 Uhr in der Abendakademie Mannheim

Bis heute ist der weltweite Handel mit den damals als "Kolonialwaren" bezeichneten Waren von den frühen kolonialen Strukturen geprägt, wie am Beispiel von Gewürzen, Kakao und Südfrüchten zu sehen ist. Die Werbung für exotische Produkte verbreitete vielfach rassistische Vorstellungen. In den Blick kommt auch die Geschichte regionaler Händler wie Schreiber, GEG/Konsum und EDEKA.

Die Veranstaltung findet im Saal statt, Abendakademie, Saal, U1, 16 - 19, 68161 Mannheim



Alles außer Butter – zur Kolonialgeschichte unserer Speisefett


Vortrag von Kornelia Junge vom AK Kolonialgeschichte Mannheim

Live übertragen am 06.07.2021

Video
https://www.youtube.com/watch?v=IAT0Wu9RXFM&t=93s

Audio

https://www.freie-radios.net/110092


Der nächste Vortrag:

Alles außer Butter – zur Kolonialgeschichte unserer Speisefette

findet am Dienstag, 6.7. um 18 Uhr im Saal der Mannheimer Abendakademie statt.


Aufruf des AK Kolonialgeschichte Mannheim: Neue  Straßennamen als Signal gegen Rassismus und für Vielfalt



Kolonialverbrechen: Kautschuk - das "schwarze Gold" der Tropen - Ein Kolonialprodukt für die industrielle Gummiproduktion und Stellungnahme zum zahnlosen, verwässertem "Lieferketten-Sorgfalts-Gesetz"

Vortrag in Zusammenarbeit mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V., Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim und Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel.


Nachfahren der Opfer des deutschen Völkermords im heutigen Namibia stellen in diesem Webinar das Abkommen zwischen der deutschen und der namibischen Regierung in Frage und werben um Unterstützung in ihrem Kampf für Gerechtigkeit und Reparationen. Das Webinar findet auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Französische und Deutsche statt.

Registrierung für das Webinar via Zoom unter
https://zoom.us/webinar/register/WN_T2i37xOXS_W-WXL-glP8FQ

Live-Streaming auf https://www.facebook.com/placeforafrica

Das Webinar wird von einem breiten internationalen Bündnis getragen, zu dem auch das Eine Welt Forum Mannheim gehört.

Israel Kaunatjike, Evelyn Mswetsa, Deodat Dirkse, Nandiuasora Mazeingo haben eine Petition gestartet mit der Forderung: Reparationen für Völkermord an Ovaherero & Nama für die Opfer NICHT für die Regierung! Petition unterstützen

Mehr über das Thema erfahren



MA Kolonialgeschichte | 14/06/2021 um 13:32 | Kategorien: Allgemein | URL: https://wp.me/pcKl6J-Ey


Sa 19.06. 14-17 Uhr Webinar zum deutsch-namibischen abkommen

von MA Kolonialgeschichte

 


Über die alte Seidenstraße brachten Karawanen Waren wie chinesische Seide und indischen Pfeffer an europäische Fürstenhöfe.

Über den Seeweg brachten ab dem 16. Jahrhundert portugiesische, später niederländische und schließlich britische Handelsflotten Gewürze aus Süd- und Südostasien, mit denen immer breitere Bevölkerungskreise Mitteleuropas beliefert wurden.

Ab dem 19. Jahrhundert drangen die imperialistischen Mächte Europas nach Asien vor und besetzten sogar Teile Chinas. Darunter um 1900 auch Deutschland.

Inzwischen hat sich die globale Machtkonstellation verändert. China errichtet neue Handelswege. Claus Kilpert von Rhein-Neckar-Industriekultur informiert anschaulich über die alten und neuen Routen der Seidenstraße.


Online – Vortrag am 15.06. 18 Uhr: Die Seidenstraße

von MA Kolonialgeschichte

  URL: https://wp.me/pcKl6J-DV


Rudolf Manga Bell – Straße

Wir schlagen Rudolf Manga Bell für eine Straßen-Neubenennung in Mannheim Rheinau-Süd vor. Das Oberhaupt der Duala in Kamerun wurde von der deutschen Kolonialmacht hingerichtet und wird im heutigen Kamerun als Märtyrer des Widerstands gegen die deutsche Gewaltherrschaft verehrt. Die Duala hatten in der Mündungslagune der Kamerunflüsse seit langem Handel mit Europäern betrieben. Die deutsche Kolonialherrschaft drängte sie gewaltsam aus dem Handel und trieb sie in den Ruin. . Rudolf Manga Bell, der fünf Jahre lang in Deutschland zur Schule gegangen und grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit den Deutschen bereit war, setzte sich gegen eine Zwangsumsiedlung und den Entzug der Existenzgrundlagen zur Wehr.

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Wir schlagen Rudolf Manga Bell für eine Straßen-Neubenennung in Mannheim Rheinau-Süd vor. Das Oberhaupt der Duala in Kamerun wurde von der deutschen Kolonialmacht hingerichtet und wird im heutigen Kamerun als Märtyrer des Widerstands gegen die deutsche Gewaltherrschaft verehrt. Die Duala hatten in der Mündungslagune der Kamerunflüsse seit langem Handel mit Europäern betrieben. Die deutsche Kolonialherrschaft drängte sie gewaltsam aus dem Handel und trieb sie in den Ruin. . Rudolf Manga Bell, der fünf Jahre lang in Deutschland zur Schule gegangen und grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit den Deutschen bereit war, setzte sich gegen eine Zwangsumsiedlung und den Entzug der Existenzgrundlagen zur Wehr.

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Rudolf Manga Bell – Straße

von MA Kolonialgeschichte

Jacobus-Morenga-Straße

von MA Kolonialgeschichte

Wir schlagen den Widerstandskämpfer Jacobus Morenga für die Neubenennung einer der Kolonialisten-Straßen in Mannheim Rheinau-Süd vor. Er steht für den Widerstand der Bevölkerung gegen das koloniale Herrschaftssystem in Südwestafrika (heute Namibia), das von Lüderitz, Nachtigal und Leutwein errichtet wurde - nach welchen die Straßen bisher benannt sind.

Jacobus Morenga war ab Oktober 1904 eine zentrale Gestalt des Aufstands der Nama gegen die Unterdrückung durch die Deutschen Kolonialherren in Südwestafrika (heute Namibia). 1905 gelang es ihm und seinen Truppen im Gefecht von Hartebeestmund, die deutschen Truppen in die Flucht zu schlagen. Bis zu seiner Ermordung 1907 kämpfte er mit strategischer Weitsicht, Mut und moralischer Integrität gegen die entmenschlichte deutsche Kolonialpolitik um die Rechte der indigenen Bevölkerung. Jacobus Morenga genießt bis heute im Süden Afrikas hohes Ansehen als erfolgreicher Guerillakämpfer.

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...Die deutsche Kolonialverwaltung regierte das Gebiet mithilfe von Rassentrennung und Unterdrückung. Die Afrikaner:innen wurden von den europäischen Siedlern auf die Stufe von Tieren gestellt und entrechtet. Auspeitschungen bei den geringsten Vergehen, Vergewaltigung,
Brandschatzung durch die deutschen ‚Schutztruppen‘ wurden ungestraft zur Normalität. (Kriegs-Taktik der Erntevenichtung, des Aushungerns durch "verbrannten Erde" bei der Niederschlagung des Maji-Maji-Guerillakriegs" - Ausrottung 2/3 der gesamten Bevölkerung im Gebiet von heute Tansania, Burundi, Ruanda)



Miriam-Makeba-Straße

Wir schlagen die südafrikanische Sängerin und Komponistin für eine Straßenbenennung vor. Miriam Makeba wurde in einem Township bei Johannesburg geboren. In vielsprachigen Songs prangerte sie die Apartheid Südafrikas an, die sie am eigenen Leib erfuhr und wurde als Stimme Afrikas gefeiert. Vor den Vereinten Nationen forderte sie den Boykott Südafrikas, woraufhin sie die Staatsbürgerschaft verlor und in die USA emigrierte. Nach der Heirat mit dem Black-Power-Aktivisten Carmichael wurde sie vom FBI überwacht, verließ die USA und lebte fortan in Guinea. Nach 30 Jahren Exil kehrte sie auf Einladung von Nelson Mandela in ihre Heimat zurück. Makeba wurden viele Ehrungen wie der Grammy Award zuteil. 

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Die deutschen Kolonien: Eine verdrängte Geschichte?

 

Imperialismus einfach erklärt I musstewissen Geschichte - und heutzutage?


Geschichte – AK Kolonialgeschichte Mannheim


        https://kolonialgeschichtema.com/kolonialgeschichte         

AK Kolonialgeschichte Mannheim . Portraits. May Ayim (1960-1996) Rudolf Manga Bell (1873-1914) Frantz Fanon (1925 – 1961) Audre Geraldine Lorde (1934 – 1992) Miriam Makeba (1932 – 2008)


Mannheimer Firmen profitierten von der kolonialen Ausbeutung, Personen aus Mannheim waren an massgeblicher Stelle an der Errichtung und Absicherung der Kolonialherrschaft beteiligt. Die Reiss-Engelhorn-Museen besitzen große Bestände von Kunst- und Kulturgütern, die in den Kolonien geplündert wurden.


Nach der Lesung am 17.05. war nicht genügend Zeit für alle Fragen. Florence Brokowski-Shekete beantwortet hier die verbliebenen Fragen aus der Veranstaltung:

Frage: Haben sie sich von den Kindern in Deutschland als eine von ihnen akzeptiert gefühlt oder eher als Fremde, Andere?  Als ich jung war, habe ich immer wieder gespürt, dass gleichaltrige Kinder und Jugendlichen mich wegen meines Äußeren als Anders wahrgenommen haben. Als Lehrkraft oder Schulleitung haben mich Kinder und Jugendlichen dagegen als Mensch in der entsprechenden Funktion wahrgenommen.

Frage: In ihrem Buch beschreiben Sie die Schwierigkeit, den Beruf Ihrer Wahl zu ergreifen, weil Sie keinen deutschen Pass hatten. Was müsste da von staatlicher Seite geschehen? Es ist wichtig, die Kompetenzen eines Menschen in den Vordergrund zu stellen und dann die Möglichkeiten zu überprüfen, dass er bzw. sie den gewünschten Beruf ergreifen kann.

Frage: Wäre es für Schulen in Baden-Württemberg lehrreich, Schulpartnerschaften z.B. mit dem Partnerland Burundi zu leben, ähnlich der Schulpartnerschaften in Rheinland-Pfalz mit Ruanda? Schulpartnerschaften an sich sind positiv. Jedoch sollte der Fokus auf einer symmetrischen PARTNERSCHAFT liegen und nicht auf der Unterstützung Hilfsbedürftiger.

Frage: Was müsste sich in diesem Land ändern, damit der Rassismus in unserer Gesellschaft erfolgreich bekämpft oder zumindest wieder stärker zurückgedrängt wird? Die Thematik müsste in die Aus-, Fort- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften und in den Bildungsplan implementiert werden.

Zur Audio-Aufzeichnung der Veranstaltung


MA Kolonialgeschichte | 21/05/2021 um 20:52 | Kategorien: Allgemein | URL: https://wp.me/pcKl6J-Cb


Fragen an Florence Brokowski-Shekete

von MA Kolonialgeschichte