Gegen Abschiebungen, Rassismus, Faschismus und Krieg - Bleiberecht und gleiche Rechte für Alle


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"Fein"kost aus Übersee - EDEKA und die Kolonialwarenhändler

youtube Kanal der Abendakademie Mannheim

https://www.youtube.com/watch?v=HsBTfgIIX78


Vortrag am 13.07.2021 Um 18 Uhr in der Abendakademie Mannheim

Bis heute ist der weltweite Handel mit den damals als "Kolonialwaren" bezeichneten Waren von den frühen kolonialen Strukturen geprägt, wie am Beispiel von Gewürzen, Kakao und Südfrüchten zu sehen ist. Die Werbung für exotische Produkte verbreitete vielfach rassistische Vorstellungen. In den Blick kommt auch die Geschichte regionaler Händler wie Schreiber, GEG/Konsum und EDEKA.

Die Veranstaltung findet im Saal statt, Abendakademie, Saal, U1, 16 - 19, 68161 Mannheim



Alles außer Butter – zur Kolonialgeschichte unserer Speisefett


Vortrag von Kornelia Junge vom AK Kolonialgeschichte Mannheim

Live übertragen am 06.07.2021

Video
https://www.youtube.com/watch?v=IAT0Wu9RXFM&t=93s

Audio

https://www.freie-radios.net/110092


Der nächste Vortrag:

Alles außer Butter – zur Kolonialgeschichte unserer Speisefette

findet am Dienstag, 6.7. um 18 Uhr im Saal der Mannheimer Abendakademie statt.


Aufruf des AK Kolonialgeschichte Mannheim: Neue  Straßennamen als Signal gegen Rassismus und für Vielfalt



Kolonialverbrechen: Kautschuk - das "schwarze Gold" der Tropen - Ein Kolonialprodukt für die industrielle Gummiproduktion und Stellungnahme zum zahnlosen, verwässertem "Lieferketten-Sorgfalts-Gesetz"

Vortrag in Zusammenarbeit mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V., Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim und Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel.


Nachfahren der Opfer des deutschen Völkermords im heutigen Namibia stellen in diesem Webinar das Abkommen zwischen der deutschen und der namibischen Regierung in Frage und werben um Unterstützung in ihrem Kampf für Gerechtigkeit und Reparationen. Das Webinar findet auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Französische und Deutsche statt.

Registrierung für das Webinar via Zoom unter
https://zoom.us/webinar/register/WN_T2i37xOXS_W-WXL-glP8FQ

Live-Streaming auf https://www.facebook.com/placeforafrica

Das Webinar wird von einem breiten internationalen Bündnis getragen, zu dem auch das Eine Welt Forum Mannheim gehört.

Israel Kaunatjike, Evelyn Mswetsa, Deodat Dirkse, Nandiuasora Mazeingo haben eine Petition gestartet mit der Forderung: Reparationen für Völkermord an Ovaherero & Nama für die Opfer NICHT für die Regierung! Petition unterstützen

Mehr über das Thema erfahren



MA Kolonialgeschichte | 14/06/2021 um 13:32 | Kategorien: Allgemein | URL: https://wp.me/pcKl6J-Ey


Sa 19.06. 14-17 Uhr Webinar zum deutsch-namibischen abkommen

von MA Kolonialgeschichte

 


Über die alte Seidenstraße brachten Karawanen Waren wie chinesische Seide und indischen Pfeffer an europäische Fürstenhöfe.

Über den Seeweg brachten ab dem 16. Jahrhundert portugiesische, später niederländische und schließlich britische Handelsflotten Gewürze aus Süd- und Südostasien, mit denen immer breitere Bevölkerungskreise Mitteleuropas beliefert wurden.

Ab dem 19. Jahrhundert drangen die imperialistischen Mächte Europas nach Asien vor und besetzten sogar Teile Chinas. Darunter um 1900 auch Deutschland.

Inzwischen hat sich die globale Machtkonstellation verändert. China errichtet neue Handelswege. Claus Kilpert von Rhein-Neckar-Industriekultur informiert anschaulich über die alten und neuen Routen der Seidenstraße.


Online – Vortrag am 15.06. 18 Uhr: Die Seidenstraße

von MA Kolonialgeschichte

  URL: https://wp.me/pcKl6J-DV


Rudolf Manga Bell – Straße

Wir schlagen Rudolf Manga Bell für eine Straßen-Neubenennung in Mannheim Rheinau-Süd vor. Das Oberhaupt der Duala in Kamerun wurde von der deutschen Kolonialmacht hingerichtet und wird im heutigen Kamerun als Märtyrer des Widerstands gegen die deutsche Gewaltherrschaft verehrt. Die Duala hatten in der Mündungslagune der Kamerunflüsse seit langem Handel mit Europäern betrieben. Die deutsche Kolonialherrschaft drängte sie gewaltsam aus dem Handel und trieb sie in den Ruin. . Rudolf Manga Bell, der fünf Jahre lang in Deutschland zur Schule gegangen und grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit den Deutschen bereit war, setzte sich gegen eine Zwangsumsiedlung und den Entzug der Existenzgrundlagen zur Wehr.

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Wir schlagen Rudolf Manga Bell für eine Straßen-Neubenennung in Mannheim Rheinau-Süd vor. Das Oberhaupt der Duala in Kamerun wurde von der deutschen Kolonialmacht hingerichtet und wird im heutigen Kamerun als Märtyrer des Widerstands gegen die deutsche Gewaltherrschaft verehrt. Die Duala hatten in der Mündungslagune der Kamerunflüsse seit langem Handel mit Europäern betrieben. Die deutsche Kolonialherrschaft drängte sie gewaltsam aus dem Handel und trieb sie in den Ruin. . Rudolf Manga Bell, der fünf Jahre lang in Deutschland zur Schule gegangen und grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit den Deutschen bereit war, setzte sich gegen eine Zwangsumsiedlung und den Entzug der Existenzgrundlagen zur Wehr.

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Rudolf Manga Bell – Straße

von MA Kolonialgeschichte

Jacobus-Morenga-Straße

von MA Kolonialgeschichte

Wir schlagen den Widerstandskämpfer Jacobus Morenga für die Neubenennung einer der Kolonialisten-Straßen in Mannheim Rheinau-Süd vor. Er steht für den Widerstand der Bevölkerung gegen das koloniale Herrschaftssystem in Südwestafrika (heute Namibia), das von Lüderitz, Nachtigal und Leutwein errichtet wurde - nach welchen die Straßen bisher benannt sind.

Jacobus Morenga war ab Oktober 1904 eine zentrale Gestalt des Aufstands der Nama gegen die Unterdrückung durch die Deutschen Kolonialherren in Südwestafrika (heute Namibia). 1905 gelang es ihm und seinen Truppen im Gefecht von Hartebeestmund, die deutschen Truppen in die Flucht zu schlagen. Bis zu seiner Ermordung 1907 kämpfte er mit strategischer Weitsicht, Mut und moralischer Integrität gegen die entmenschlichte deutsche Kolonialpolitik um die Rechte der indigenen Bevölkerung. Jacobus Morenga genießt bis heute im Süden Afrikas hohes Ansehen als erfolgreicher Guerillakämpfer.

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...Die deutsche Kolonialverwaltung regierte das Gebiet mithilfe von Rassentrennung und Unterdrückung. Die Afrikaner:innen wurden von den europäischen Siedlern auf die Stufe von Tieren gestellt und entrechtet. Auspeitschungen bei den geringsten Vergehen, Vergewaltigung,
Brandschatzung durch die deutschen ‚Schutztruppen‘ wurden ungestraft zur Normalität. (Kriegs-Taktik der Erntevenichtung, des Aushungerns durch "verbrannten Erde" bei der Niederschlagung des Maji-Maji-Guerillakriegs" - Ausrottung 2/3 der gesamten Bevölkerung im Gebiet von heute Tansania, Burundi, Ruanda)



Miriam-Makeba-Straße

Wir schlagen die südafrikanische Sängerin und Komponistin für eine Straßenbenennung vor. Miriam Makeba wurde in einem Township bei Johannesburg geboren. In vielsprachigen Songs prangerte sie die Apartheid Südafrikas an, die sie am eigenen Leib erfuhr und wurde als Stimme Afrikas gefeiert. Vor den Vereinten Nationen forderte sie den Boykott Südafrikas, woraufhin sie die Staatsbürgerschaft verlor und in die USA emigrierte. Nach der Heirat mit dem Black-Power-Aktivisten Carmichael wurde sie vom FBI überwacht, verließ die USA und lebte fortan in Guinea. Nach 30 Jahren Exil kehrte sie auf Einladung von Nelson Mandela in ihre Heimat zurück. Makeba wurden viele Ehrungen wie der Grammy Award zuteil. 

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Die deutschen Kolonien: Eine verdrängte Geschichte?

 

Imperialismus einfach erklärt I musstewissen Geschichte - und heutzutage?


Geschichte – AK Kolonialgeschichte Mannheim


        https://kolonialgeschichtema.com/kolonialgeschichte         

AK Kolonialgeschichte Mannheim . Portraits. May Ayim (1960-1996) Rudolf Manga Bell (1873-1914) Frantz Fanon (1925 – 1961) Audre Geraldine Lorde (1934 – 1992) Miriam Makeba (1932 – 2008)


Mannheimer Firmen profitierten von der kolonialen Ausbeutung, Personen aus Mannheim waren an massgeblicher Stelle an der Errichtung und Absicherung der Kolonialherrschaft beteiligt. Die Reiss-Engelhorn-Museen besitzen große Bestände von Kunst- und Kulturgütern, die in den Kolonien geplündert wurden.


Nach der Lesung am 17.05. war nicht genügend Zeit für alle Fragen. Florence Brokowski-Shekete beantwortet hier die verbliebenen Fragen aus der Veranstaltung:

Frage: Haben sie sich von den Kindern in Deutschland als eine von ihnen akzeptiert gefühlt oder eher als Fremde, Andere?  Als ich jung war, habe ich immer wieder gespürt, dass gleichaltrige Kinder und Jugendlichen mich wegen meines Äußeren als Anders wahrgenommen haben. Als Lehrkraft oder Schulleitung haben mich Kinder und Jugendlichen dagegen als Mensch in der entsprechenden Funktion wahrgenommen.

Frage: In ihrem Buch beschreiben Sie die Schwierigkeit, den Beruf Ihrer Wahl zu ergreifen, weil Sie keinen deutschen Pass hatten. Was müsste da von staatlicher Seite geschehen? Es ist wichtig, die Kompetenzen eines Menschen in den Vordergrund zu stellen und dann die Möglichkeiten zu überprüfen, dass er bzw. sie den gewünschten Beruf ergreifen kann.

Frage: Wäre es für Schulen in Baden-Württemberg lehrreich, Schulpartnerschaften z.B. mit dem Partnerland Burundi zu leben, ähnlich der Schulpartnerschaften in Rheinland-Pfalz mit Ruanda? Schulpartnerschaften an sich sind positiv. Jedoch sollte der Fokus auf einer symmetrischen PARTNERSCHAFT liegen und nicht auf der Unterstützung Hilfsbedürftiger.

Frage: Was müsste sich in diesem Land ändern, damit der Rassismus in unserer Gesellschaft erfolgreich bekämpft oder zumindest wieder stärker zurückgedrängt wird? Die Thematik müsste in die Aus-, Fort- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften und in den Bildungsplan implementiert werden.

Zur Audio-Aufzeichnung der Veranstaltung


MA Kolonialgeschichte | 21/05/2021 um 20:52 | Kategorien: Allgemein | URL: https://wp.me/pcKl6J-Cb


Fragen an Florence Brokowski-Shekete

von MA Kolonialgeschichte