Bündnis gegen Abschiebungen

Gleiche Rechte und Bleiberecht für Alle

  


Februar ist Black History Month!

Anlässlich des Internationalen Tages zur Erinnerung an den Versklavungshandel machen

Initiativen wie Berlin Postkolonial, der Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland  auch

Amnesty  International symbolisch aufmerksam auf  rassistische Straßennamen  und fordern die Umbenennung.


Gegenwart

 

Anlässlich der Feiern zum Jubiläum der „Entdeckung“ Amerikas durch Columbus kam es 1992 zu zahlreichen Protestkundgebungen.

Mit dem Ende der Apartheid    glaubten viele, dass das Zeitalter des Kolonialismus endgültig zu Ende   gegangen sei. Andere sind der Ansicht, dass die – von ihnen als Neokolonialismus    bezeichnete – fortgesetzte ökonomische und politische Abhängigkeit    vieler ehemaliger Kolonien zeige, dass das Phänomen noch nicht der    Vergangenheit angehöre.  Militarisierung und Neokolonialisierung entlang vorverlagerter EU-Außengrenzen - Ausstattung und Aufrüstung durch die Bundesregierung - Militarisierte EU-Entwicklungshilfe - Aspekte der Neokolonialisierung 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Neokolonialismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Postkolonialismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Antiimperialismus 

https://de.wikipedia.org/wiki/Antikolonialismus 

Zahlreiche Unabhängigkeitsbewegungen kämpften teilweise erfolgreich für ihre Ziele.


What should reparations for slavery entail?

"...First ...Second ...Third... Ultimately, in addressing the issue of reparations,

we must also address  transforming the system of capitalism which slavery gave birth to.

A  rupture with this unequal and exploitative system is fundamental in  eliminating oppression

that remains with us in the twenty first century  in reconfigured forms."


Einer der Veranstalter von der Organisation Berlin-Postkolonial, bezeichnete die Tagung gegenüber jW als

»Auftakt der Institutionalisierung der Reparationsforderungen der Herero und Nama in der Diaspora und in Deutschland«.


...Die Herero und Nama, die infolge des Landraubs der Kolonialherren bis  heute größtenteils in Armut leben, haben mehrfach klargemacht, eine  Entschuldigung nur dann akzeptieren zu wollen, wenn sie mit  Reparationszahlungen einherginge....


Soziale Kämpfe auf dem Afrikanischen Kontinent - Der Maji-Maji-Aufstand gegen den Kolonialismus und seine Niederschlagung in Ostafrika


Bis heute nicht entschädigte Völkermorde des deutschen Kolonialismus

Auf dem Weg zum Vernichtungskrieg (I)


Am 2. September 1945 proklamierte Ho Chi Minh nach der erfolgreichen Augustrevolution die Demokratische Republik Vietnam. Der Versuch der Franzosen, ihre Kolonialherrschaft wieder zu errichten, führte zum Indochinakrieg, der 1954 mit der vernichtenden Niederlage der Franzosen in der Schlacht von Điện Biên Phủ endete. Diese Niederlage hatte eine weltweite Signalwirkung auf antikoloniale Bewegungen.

1947 erhielt Indien die Unabhängigkeit. Im selben Jahr begann der Aufstand auf Madagaskar gegen die französischen Kolonialherren.

Im Oktober 1952 rief die britische Regierung zur Bekämpfung des Mau-Mau-Aufstands in Kenia   den Ausnahmezustand aus. Der Aufstand wurde militärisch   niedergeschlagen, aber der Skandal um Morde in Internierungslagern trug zur Unabhängigkeit bei.

In Frankreich unterstützte das Réseau Jeanson im Algerienkrieg aktiv die FLN. „Kofferträger“ waren auch in Deutschland aktiv. [4] Im Manifest der 121 erklärten französische Intellektuelle 1960 die Verweigerung des Militärdiensts und die Unterstützung der algerischen Kämpfer für legitim.

Der 1961 einsetzende Portugiesische Kolonialkrieg führte zur Unabhängigkeit der portugiesischen Kolonien in Afrika. Nachdem die Nelkenrevolution 1974 das autoritäre Estado Novo-Regime in Portugal gestürzt hatte, entließ die neue linksgerichtete Regierung Portugals die Überseeprovinzen   in die Unabhängigkeit und unterstützte diese aktiv. Damit endete die   über 500-jährige Geschichte portugiesischer Besitzungen in Afrika.  

UN-Berichterstatter erheben schwere Vorwürfe gegen Regierung und deutsche Behörden 

 

Im   Bericht wird auch die deutsche Abschiebepraxis sowie der Umgang mit    der Geschichte thematisiert. Die erste von 33 Empfehlungen der    UN-Arbeitsgruppe lautet, Deutschland solle sich an seine Rolle bei der   Kolonisierung und beim Völkermord an Afrikanern erinnern »und    Reparationen leisten«. 

Herausforderungen des globalen Widerstands gegen Rassismus   

6. Panafrikanischer Kongress in München - 6th Pan-African Congress in Munich - 6eme Congrès panafricain à Munich 9/10.09.2017        

http://www.panafrikanismusforum.net/start.de.html     

    

Völkermorde des deutschen Kolonalismus:

Berlin lässt Gerichtstermin zu Entschädigungsklage von Nachfahren namibischer Völkermordopfer platzen.

 

Fluchtursachen - u.a. Folgen der nicht entschädigten Kolonialverbrechen - Namibia, Tanzania - "Staaten-Immunität" - beschämende schäbige Verantwortungslosigkeit bei allen Kolonial- und Kriegsverbrechen des deutschen Imperialismus seit ...
 

Wanderausstellung:

"Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" - ein Ausstellungsbesuch lohnt

Afrika,Ozeanien,Asien - Wissen sie auch, was auf Nauru, Guam, in Indonesien, China (Kriegsbeginn 1937) Kriegstote 21 Millionen, Indien  mehrere 100 000, Philipien 1 Millionen oder in Athiopien (durch verbündeten italienischen Faschismus) stattgefunden hat? Auch dort kämpften alliierte Truppen gegen  die "Achsenmächte" und sie erhielten Unterstützung von Millionen an Kolonialsoldaten. Das wissen darüber existiert zwar, allerdings meist   nur in den betroffenen Ländern. nach Europa und in dessen Geschichtsbücher und den Geschichtsunterricht gelangt dieses Wissen   seltener. die ausstellung "die Dritte welt im 2. weltkrieg" will dies   ändern, und liefert umfassende Informationen über jene Orte und Fakten   des Weltkrieges, die nicht allgemein bekannt und verfügbar sind.zb über die Häfte der französischen Armee der Anti-Hitllerkoaltionauch waren afrikanische Solsaten aus den Kolonien, jüdische Ghettos nicht nur in Osteuropa sondern auch in Shanghai auf Befehl der Gestapo und mit dem deutschen Faschismus kollaborierende Länder, Parteien, Patriarchen, Monarchen, Imame in .........
 Franz Fanon: klassische Definition 3.Welt, geostrategischer (quasi) KlassenstandpunktJahrelange Rechereche-Reisen, Interviews mit Zeitzeugen des Widerstand, Opfer und Historikern aus den Länder selbst



Einflusskampf um Afrika 

Die G20-Staaten stellten sich in Hamburg hinter den "Compact mit  Afrika", mit dem Berlin sich neuen Einfluss auf dem afrikanischen  Kontinent sichern will. Der "Compact" sieht Maßnahmen vor, die es   Industrienationen wie Deutschland faktisch ermöglichen, die   Investitionsbedingungen in einzelnen Staaten Afrikas weitgehend nach   ihren Vorstellungen zu gestalten. Als Partner dafür hat die   Bundesregierung Tunesien, Ghana und Côte d'Ivoire gewählt. Während   Tunesien längst als bedeutender Niedriglohnstandort deutscher   Unternehmen fungiert, steht Côte d'Ivoire noch unter maßgeblichem   Einfluss Frankreichs - ein Zustand, den Berlin mit Hilfe des "Compact   mit Afrika" zu brechen hofft. Insgesamt soll der "Compact" vor allem   helfen, den deutschen Wirtschaftseinfluss in Afrika nach vielen   gescheiterten Versuchen der vergangenen Jahre endlich zu intensivieren. Aus Sicht des deutschen Establishments drängt die Zeit: Mit China ist   ein weltpolitischer Rivale mittlerweile zum wohl bedeutendsten   Wirtschaftspartner zahlreicher afrikanischer Staaten aufgestiegen 

...

Länder, die nicht den ökonomischen Interessen der Industrienationen   entsprechen, werden von der Teilnahme am "Compact mit Afrika" praktisch ausgegrenzt. Insgesamt haben sich bislang sieben afrikanische Staaten  für das Programm zur Verfügung gestellt [6]; die Bundesrepublik wird  nach aktuellem Stand mit Tunesien, Ghana und Côte d'Ivoire kooperieren.   Tunesien fungiert schon jetzt als Niedriglohnstandort vieler deutscher   Unternehmen (german-foreign-policy.com berichtete [7]); Ghana gilt in Berlin als politisch und unter seiner neuen Regierung auch ökonomisch   als kooperationsbereit ... 

Eine Fahrradrallye aus Anlass der Berliner Afrika-Konferenz macht Besuche ......

 

...worin unter anderem von den Stationen Bayer, Rewe, H&M und Deutsche  Bank  berichtet wird, jeweils verbunden mit vielen Informationen zum  Wirken dieser Unternehmen. Siehe dazu auch den Link zu einem  ausgesprochen lesenswerten Hintergrundbeitrag – und den Verweis auf  unsere bisherigen Berichte ...   

“Africa Partnership Conference”, die vom 12. – 13. Juni 2017 auf dem  EUREF Campus am Gasometer in Schöneberg stattfinden wird. Bereits  1884/85 fand in Berlin eine Afrika-Konferenz statt. Damals ging es den  Großmächten vorgeblich um die koloniale Aufteilung des Kontinents. 

Am 12./13. Juni findet in Berlin die G20-Konferenz „G20Africa  Partnership – Investing in a Common Future“ statt. Ein breites Bündnis   (wirsindwuetend.blogsport.eu) mobilisiert gegen diese neokoloniale   Veranstaltung, die von Partnerschaft redet, aber uns an die Berliner   Afrikakonferenz von 1884 erinnert. 
Wir sprechen mit Solange Keou (women  in exile), Romeo Ngadeo (NAFS), sowie Bruno Watara  (afrique-europe-interact/Bündnis gegen das europäische Grenzregime) über  die Berliner Aktionstage gegen diese Konferenz. //
Le 12./13. juin  aura lieu le conférence-G20 "Partenariat avec l'Afrique" à Berlin. Une  vaste alliance (wirsindwuetend.blogsport.eu) mobilise contre cet évent  néocoloniale, qui parle du partenariat, mais nous rappelle à la  conférence d'Afrique Berlinoise du 1884. On parle avec Solange Keou  (women in exile), Romeo Ngadeo (NAFS), Bruno Watara   (afrique-europe-interact/Bündnis gegen das europäische Grenzregime) des journées d'actions à Berlin contre cette réunion des chefs d'état. 

http://wirsindwuetend.blogsport.eu/  

Neoliberaler Postkolonialismus:

Ein Marshall-Plan für Afrika?

 

Neoliberale Erneuerung der Entwicklungspolitik im Vorfeld des G20-Afrika-Gipfels Schwarze Frauen in Deutschland

„Aus der Unsichtbarkeit getreten“

 

Auf dem Weg zum Vernichtungskrieg (I)  Auf dem Weg zum Vernichtungskrieg (II) 22.03.2017  

Die Regierung Tansanias bereitet Entschädigungsforderungen gegen die   Bundesrepublik wegen deutscher Kolonialverbrechen vor. Dies berichtet   der Verteidigungsminister des Landes, Hussein Mwinyi. Demnach soll   Deutschland in Kürze aufgefordert werden, den Nachkommen der Opfer des   Maji-Maji-Krieges eine Entschädigung zu zahlen. In dem Kolonialkrieg,   der rund ein Jahr nach dem Beginn des Genozids an den Herero und Nama im  heutigen Namibia durch eine Revolte ausgebeuteter, in die Zwangsarbeit  gepresster Einwohner ausgelöst wurde, kamen bis zu 300.000 Menschen zu  Tode, womöglich ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Beteiligte deutsche  Offiziere bezeichneten die damaligen Kolonialkriegsoperationen, die  teils als angeblicher "Kampf gegen Sklavenhändler" humanitär legitimiert  wurden, bereits vor dem Maji-Maji-Krieg explizit als  "Vernichtungsfeldzug" und "Zerstörungskrieg". Tatsächlich bedienten sich  die Deutschen einer "Strategie der verbrannten Erde", in deren Rahmen  ganze Dörfer niedergebrannt wurden und die bereits auf spätere deutsche  Kriegsverbrechen in Europa verwies. 

Deutschland vor Gericht

 

Streit um Entschädigung für Kolonialverbrechen: Verhandlung über Klage von Herero und Nama in New York - Gerechtigkeit und Recht statt Gnade, Reparationen statt (erpresserische) Entwicklungshilfe: Klares Statement auf einem Gedenkmarsch am 25.2. in Berlin
 

...Reparationen !!! Ihr Argument: Neben dem Genozid wurden auch die  ökonomischen Grundlagen der Überlebenden durch Land- und Viehenteignung  zerstört. Anders als die Bundesregierung immer wieder behauptet, geht es  den Klägern nicht um individuelle Entschädigungszahlungen. Sie fordern   einen kommunalen Aufbaufonds für Infrastrukturprojekte oder den Kauf von   Land, um strukturelle Benachteiligungen ihrer Gemeinschaften   auszugleichen....

Der zweite Teil der Klage richtet sich gegen den Ausschluss der  Betroffenen von den Regierungsverhandlungen. Die Kläger nehmen Bezug auf  die UN-Konvention über die Rechte indigener Völker und ihren dort  verbrieften Anspruch, an »Entscheidungsprozessen in Angelegenheiten, die  ihre Rechte berühren können, durch von ihnen selbst gemäß ihren eigenen  Verfahren gewählte Vertreter mitzuwirken«. Deutschland wie Namibia  haben die Konvention unterzeichnet....

»Das Land wurde mit Gewalt enteignet«

Ein Gespräch mit Ida Hoffmann und Esther Muinjangue. Über den  Genozid an den Nama und Herero in Namibia und ihren Kampf um  Reparationen von der Bundesrepublik

   Auch in der BRD gehen regelmäßig Menschen auf die Straße, um auf die Kolonialverbrechen der Deutschen aufmerksam zu machen  Foto: Christian-Ditsch.de

 

..Deutschland war nicht nur im Südwesten von Afrika, sondern auch in  Tansania, Togo,Zimbawe. Ich denke, die deutschen Behörden befürchten, dass   Forderungen aus weiteren Ländern folgen werden, wenn sie unseren   nachgeben. Eine Entwicklung, die man bereits beobachten kann. Tansania   verlangt gerade Entschädigungen wegen der Kriegsverbrechen...."   

http://www.berlin-postkolonial.de/   

Der   Genozid zog sich über fast zwanzig Jahre (1890-1908) hin, und  kostete   geschätzten 10 Mio. Menschen das Leben - das ist eine größere  Zahl als  die von sämtlichen Toten des Ersten Weltkriegs."  


"König Leopold versuchte alles, um die öffentliche Meinung in seinem  Sinn zu beeinflussen, und kaufte immer wieder Stimmen, um ein positives  Bild der Verhältnisse zu zeichnen. Die staatlichen Institutionen waren   weltweit wenig bemüht einzuschreiten, hatten doch sämtliche Regierungen selber Dreck am Stecken,  wenn es um ihre jeweiligen Kolonien ging. Zum Schluß mußte Leopold aber  doch klein beigeben, und seinen Besitz an den belgischen Staat  verkaufen.


  

"Unter der Bezeichnung Kongogräuel wurde die systematische Ausplünderung des Kongo-Freistaats etwa zwischen 1888 und 1908 bekannt, als Konzessionsgesellschaften, vor allem die Société générale de Belgique, die Kautschukgewinnung mittels Sklaverei und Zwangsarbeit  betrieben. Dabei kam es massenhaft zu Geiselnahmen, Tötungen,  Verstümmelungen und Vergewaltigungen. Es wird geschätzt, dass acht bis  zehn Millionen Kongolesen den Tod fanden, etwa die Hälfte der damaligen  Bevölkerung. [1] [2] [3] 

Der Kongo-Freistaat war die Privatkolonie des Königs der Belgier, Leopold II. von Sachsen-Coburg und Gotha. Hauptaktionär der Konzessionsgesellschaften war der Kongo-Freistaat, also Leopold II."  

"Die Schädel der Opfer der deutschen und europäischen Aufstandsbekämpfung zur kolonialen Ausplünderung Afrikas

 

in   West- und “Deutsch-Südwest”, in “Deutsch-Ostafrika” (Namibia,Ruanda-Burundi, Tansania) liegen noch zu Hunderten in den Museums-Depots  des “Preußischen Kulturbesitzes”. Hunderte von über einer Millionen  direkter Toter und noch Mal so viele – wenn nicht noch mehr – der  „Kollateral“- und Folgeschäden des deutschen und europäischen Kolonialismus.

Nicht mitgezählt die über 10 Millionen  Kongolesen, die Leopold von Sachsen-Gotha im Kongo hat abschlachten lassen …

...nicht mitgezählt die Toten der lumumbischen SIMBA-Aufstände zu  Beginn/Mitte der 1960er. Beteiligt an den Massenmorden führend  US-Spezialeinheiten, britische, belgische, französische  und unter  dem Kommando des Ex-SSlers, des CIA-angeheuerten deutschen  “Kongo-Müllers” die deutschen Söldnertrupps." 

"Kongo-Krise", 1969-65 und Simba-Aufstand, 1964
 

Neokoloniale "Spezialeinsatzkräfte" der Bundeswehr zu weltweiten Interventionen die Weiterentwicklung und aktuelle legalisierte Variante des Söldners "Kongo-Müller"

"... Der film löste wegen müllers aussagen („wir haben für europa gekämpft, für die idee des westens […]. denn afrika ist für mich nichts anderes   als die verteidigung des westens in afrika.“) einen skandal aus. die   öffentliche aufführung des films wurde in der bundesrepublik deutschland   wiederholt von der polizei unterbunden, da er vom bundesamt für   gewerbliche wirtschaft aufgrund eines verstoßes gegen das verbringungsgesetz als film mit propagandistischen inhalten gegen die politik der bundesrepublik nicht zugelassen wurde..."

 

Felicitas Becker (Hg.), Jigal Beez (Hg.)

Der Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika 1905-1907

Im Jahr 1905 kam es in Deutsch-Ostafrika zu einem der größten Kriege   gegen Kolonialherren, die Afrika je erlebt hat: afrikanische Bauern   erhoben sich gegen die deutschen Besatzer. Bis 1907 tobte der erbitterte   Kampf, bei dem wahrscheinlich weit mehr als 100000 Menschen starben,   darunter jedoch nur 15 Europäer....Afrikas größtes Wildreservat in Tansania verdanke sein reiches Tierleben  den von den deutschen Kolonialtruppen exerzierten Massakern und bewusst  verursachten Hungersnöten, berichtet Gottfried Oy von einer bitteren  Ironie. Das Großwild habe sich in dieser Zeit sprunghaft vermehrt, weil  es sich von den hunderttausendenden Leichen ernährt habe....

 

Für Tansania stelle dieser Krieg beziehungsweise Aufstand dagegen nicht  weniger als den Gründungsmythos der nationalen Unabhängigkeit dar.  Ausgelöst wurde der Krieg durch eine zunehmend repressivere deutsche  Kolonialbehörde, die um die wirtschaftliche Ausbeutung des Landes  besorgt war. Wie alle deutschen Kolonien war Deutsch-Ostafrika ein Verlustgeschäft (?) und man führte schließlich Steuern ein, die meist durch  Zwangsarbeit in deutschen Baumwollplantagen eingetrieben wurden. Die  Bevölkerung konnte sich daraufhin nicht mehr selbst durch Landwirtschaft  ernähren und zuletzt sei sogar die Jagd verboten worden.

Die  Hungersnöte während des Krieges, berichtet der Rezensent, seien darüber  hinaus von einer systematischen Vernichtung von Dörfern und Vorräten  verursacht worden....

  

Raffael Scheck

Hitlers afrikanische Opfer

Die Massaker der Wehrmacht an schwarzen französischen Soldaten

Der   Autor stellt die Massaker an schwarzen Soldaten in die   Kontinuitätslinie  der Brutalisierung der deutschen Kriegsführung seit   den Kolonialkriegen  gegen die Hereros und den Maji-Maji-Aufstand.

 

" ...Damit ist auch die letzte Legende der Wehrmacht, die des "sauberen   Westfeldzuges", nicht länger haltbar. Die vorliegende Untersuchung   belegt erstmals detailliert, dass die Wehrmacht im Mai und Juni 1940  Massaker an schwarzen Soldaten und Kriegsgefangenen verübte, die in der  französischen Armee gekämpft hatten, und zeigt auf, wie weit die  Nazifizierung der Truppe bereits zu diesem Zeitpunkt fortgeschritten  war. Mehrere Tausend schwarze Gefangene wurden während des Feldzugs  ermordet und eine unbestimmte Zahl von Schwarzen wurde erschossen, ohne  Gelegenheit zu bekommen, sich zu ergeben. Oft machten die Deutsche bei  der Suche nach versprengten schwarzen Soldaten keine Gefangenen. Der  Autor stellt die Massaker an schwarzen Soldaten in die Kontinuitätslinie  der Brutalisierung der deutschen Kriegsführung seit den Kolonialkriegen  gegen die Hereros und den Maji-Maji-Aufstand. Er untersucht darüber  hinaus die deutsche Propaganda gegen die sog. "Schwarze Schmach" während  der Rheinlandbesetzung, welche die Stationierung der Kolonialtruppen  als Verbrechen und Provokation darstellte."

  

 

" ...Eine der wichtigsten Institutionen für einen solchen Imperialismus vom  Grünen Tisch war der 1891 gegründete Kolonialrat. Dort debattierten  Unternehmer, Missionarsvertreter und Koloniallobbyisten alle die  Kolonien betreffenden Fragen und legten in Abstimmung mit der Regierung  die Prioritäten der deutschen Kolonialpolitik fest. Dabei dominierten   eindeutig wirtschaftliche und machtpolitische Interessen. Für eine   zivilisatorisch bedingte Politik gegenüber der Kolonialbevölkerung blieb   nur wenig Raum. Nach der zunehmend lauter werdenden Kritik im Reichstag  (1905 Völkermord an den Nama und Herero) wurde der Kolonialrat 1907/08 aufgelöst, 1911 und 1913 aber erneut in  anderer Form einberufen...."

 

Uwe Schulte-Varenhoff

Kolonialheld für Kaiser und Führer

General Lettow-Vorbeck. Eine Biografie

Die Bundeswehr benannte nach ihm Kasernen, in zahlreichen westdeutschen   Städten tragen Straßen noch den Namen Lettow-Vorbeck. Doch sein   brutales und skrupelloses Vorgehen gegen die Herero und Nama in   Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) und seine grausame Kriegsführung   in Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) werden dabei ebenso ausgeblendet   wie seine Beteiligung am reaktionären Kapp-Putsch 1920 in Deutschland   und seine Unterstützung der Nationalsozialisten. Hitler diente er als   begeisterter Kolonialpropagandist.

 

Tagebücher Che Guevara

 

  

Zahlreiche Unabhängigkeitsbewegungen kämpften teilweise erfolgreich für ihre Ziele.

Am 2. September 1945 proklamierte Ho Chi Minh nach der erfolgreichen Augustrevolution die Demokratische Republik Vietnam. Der Versuch der Franzosen, ihre Kolonialherrschaft wieder zu errichten, führte zum Indochinakrieg, der 1954 mit der vernichtenden Niederlage der Franzosen in der Schlacht von Điện Biên Phủ endete. Diese Niederlage hatte eine weltweite Signalwirkung auf antikoloniale Bewegungen.

1947 erhielt Indien die Unabhängigkeit. Im selben Jahr begann der Aufstand auf Madagaskar gegen die französischen Kolonialherren.

Im Oktober 1952 rief die britische Regierung zur Bekämpfung des Mau-Mau-Aufstands in Kenia    den Ausnahmezustand aus. Der Aufstand wurde militärisch    niedergeschlagen, aber der Skandal um Morde in Internierungslagern trug   zur Unabhängigkeit bei.

In Frankreich unterstützte das Réseau Jeanson im Algerienkrieg aktiv die FLN. „Kofferträger“ waren auch in Deutschland aktiv. [4] Im Manifest der 121 erklärten französische Intellektuelle 1960 die Verweigerung des Militärdiensts und die Unterstützung der algerischen Kämpfer für legitim.

Der 1961 einsetzende Portugiesische Kolonialkrieg führte zur Unabhängigkeit der portugiesischen Kolonien in Afrika. Nachdem die Nelkenrevolution 1974 das autoritäre Estado Novo-Regime in Portugal gestürzt hatte, entließ die neue linksgerichtete Regierung Portugals die Überseeprovinzen    in die Unabhängigkeit und unterstützte diese aktiv. Damit endete die   über 500-jährige Geschichte portugiesischer Besitzungen in Afrika.

Gegenwart

 

Anlässlich der Feiern zum Jubiläum der „Entdeckung“ Amerikas durch Columbus kam es 1992 zu zahlreichen Protestkundgebungen.

Mit dem Ende der Apartheid    glaubten viele, dass das Zeitalter des Kolonialismus endgültig zu Ende   gegangen sei. Andere sind der Ansicht, dass die – von ihnen als Neokolonialismus    bezeichnete – fortgesetzte ökonomische und politische Abhängigkeit    vieler ehemaliger Kolonien zeige, dass das Phänomen noch nicht der    Vergangenheit angehöre.  

Aufruf   zum 7. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von   Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und      rassistischer Gewalt        
Samstag, 23. Februar 2013 

(Statt Anerkennung   der Verbrechen des Kolonialismus, Entschädigung und faire   Handelsbeziehungen gleichberechtigter souveräner Staaten und   Nichteinmischung in innere Konflikte -  mehr und mehr d-eurpäische   neokolonalistische Waffenlieferungen und Interventionen / Regimechanges /   Hilfe bei der Niederschlagung von demokratischen antineokolonialen   Massenbewegungen zur Sicherung der imperialistischen Vorherrschaft zur   weiteren Ausplünderung und Ausbeutung Afrikas und Arabiens ...) 

...

Völkermorde,   Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Zwangsarbeit, kulturelle Genozide,  politische und ökonomische      Ausbeutung und Unterdrückung sind die  verheerenden Folgen des Kolonialismus.

Völker wie das Sahrauische  Volk      leiden noch heute unter den Folgen des Kolonialismus, und der  afrikanische Kontinent wird nach wie vor weiter      unterdrückt. Mehr  als 30 Millionen Afrikaner wurden Opfer dieser Verbrechen gegen die  Menschlichkeit.


Die von Deutschland begangenen Genozide in  Afrika (gegen die Hereros und Namas in Namibia und Maji-Maji      in  Tansania) warten immer noch auf offizielle Anerkennung.

Hunderttausende  Menschen afrikanischer Herkunft      sind auf Seiten der Alliierten für  die Befreiung Deutschlands vom Naziregime im zweiten Weltkrieg  gefallen.      Tausende schwarze Deutsche wurden von den Nazis  zwangssterilisiert oder in den Konzentrationslagern      umgebracht.


Trotz  internationaler Verpflichtung (UNO Weltkonferenz gegen Rassismus von  Durban) gibt es in Berlin      immer noch keine Gedenkstätte für die  afrikanischen Opfer von Sklaverei, Sklavenhandel, Kolonisierung und       Naziverbrechen und es sind bis bis heute nur wenige Schritte zur  Aufarbeitung der deutschen      Kolonialgeschichte unternommen worden:  In Deutschland tragen heute noch Straßen die Namen von       Kolonialverbrechern, und Sklavenhändler werden in einigen deutschen  Städten geehrt (Hamburg).


In den letzten Zeiten wurden viele  Afrikaner/Afrikanerinnen Opfer von rassistischer Gewalt oder starben in Polizeigewahrsam (Adriano, Amadeus Antonio, Ndeye Mareme Sarr, Laye  Condé und der an Händen und Füßen     gefesselte und auf einer  feuerfesten Matratze fixierte Asylbewerber Oury Jalloh, der in in einer  Polizeizelle in Dessau verbrannte).


28.Febr 15:

Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt


 Koloniale Interessen

Konferenz der Lampedusa-Flüchtlinge in Hamburg:

 ... Leitlinien der Kolonialpolitik seien die Sicherung von Ressourcen durch Unterwerfung oder Ausrottung der Urbevölkerung und systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit ...


»Die Logik des Kolonialismus besteht weiter«

Gespräch mit Adebayo Olukoshi. Über Erfolge und Schwächen der Organisation für Afrikanische Einheit, neokoloniale Strukturen und neue Möglichkeiten ­panafrikanischer Politik


Internationales / Kolonalismus / sozialistische Alternativen zb Kooperativen Südamerika: Bericht vom Buko 13


Rex Osa von »The Voice« ist zufrieden mit dem Wochenende: »Unser Ziel war es, die Kommunikation zwischen den Flüchtlingen zu ermöglichen und die Öffentlichkeit zu informieren. Das haben wir erreicht. Jetzt sind viele aktiv, die es vorher noch nicht waren.« Die »Zeugenaussagen« vom Wochenende werden nun gesammelt und eine »Anklageschrift« gegen Deutschland formuliert. Die laufenden Proteste und Streiks gehen in einem gestärkten Netzwerk weiter ...

Neben den konkreten Berichten wurde der übergeordnete Zusammenhang zwischen historischem und modernem Kolonialismus und den aktuellen Problemen der Flüchtlinge thematisiert. Als wesentlicher Grund für die schlechte wirtschaftliche Lage in den Herkunftsländern wird von den Aktivisten die anhaltende Ausbeutung durch die westlichen Industriestaaten gesehen....

 

Flüchtlingsrat Baden-Württemberg
http://fluechtlingsrat-bw.de/